Die Ölpreise setzen ihren starken Anstieg fort. Auslöser sind neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer. Damit weitet sich der Konflikt im Nahen Osten weiter aus und die Sorgen um die weltweite Ölversorgung nehmen zu. Besonders kritisch ist, dass nun neben der Strasse von Hormus auch das Rote Meer als wichtige Schifffahrtsroute stärker unter Druck gerät. Gleichzeitig dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran an, eine politische Lösung ist derzeit nicht in Sicht.
Rheinfrachten ziehen heute kräftig an und steigen um markante CHF 55.–. Verantwortlich sind die anhaltend tiefen Rheinpegel, welche die Schifffahrt zunehmend einschränken. Die Wetterprognosen mit Temperaturen von über 30 Grad ab nächste Woche lassen keine rasche Entspannung erwarten. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, sind zusätzliche Einschränkungen im Schiffsverkehr nicht auszuschliessen.
Anhaltenden Spannungen sorgen für eine steigende Risikoprämie an den Ölbörsen. Brent-Rohöl hat in diesem Monat bereits deutlich zugelegt und die Preise starten auch heute Morgen erneut fester in den Handel. Zwar belasten hohe US-Ölbestände den Markt etwas, insgesamt überwiegen jedoch die geopolitischen Risiken. Zusätzliche Unsicherheiten entstehen durch gestoppte Ölexporte aus Kasachstan, das russische Diesel-Exportverbot sowie Angriffe auf russische Energieanlagen. Sollte sich die Lage im Roten Meer und in der Strasse von Hormus weiter verschärfen, dürfte der Aufwärtsdruck auf die Ölpreise bestehen bleiben.
Börsendaten 23.07.2026 um 08:48
ICE-Gasoil Aug: 1248.50$
ICE-Brent Sep: 96.50$
NY-Rohöl WTI SEP: 88.45$
US-Dollar/CHF: 0.8138
Rheinfracht nach Basel: 200.00