Preisrückgang setzt sich fort – jetzt von tieferen Ölpreisen profitieren
Die Rohölkontrakte an der ICE und der NYMEX steuern aktuell auf den zweiten Wochenverlust in Folge zu. Hauptgrund ist die weiter gesunkene Risikoprämie im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Zudem rückten die Monatsberichte der EIA und die IEA erneut das Thema Überversorgung in den Fokus, auch wenn diese Einschätzung von Teilen des Marktes inzwischen angezweifelt wird.
Weiterhin bleibt unklar, wann die nächste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfindet. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, die Gespräche könnten sich über rund einen Monat erstrecken. Dies wird als Signal gewertet, dass kurzfristig kein militärischer Konflikt droht und das Angebotsrisiko gering bleibt.
Zusätzlicher Preisdruck entstand durch die Sorge vor einem möglichen Teil-Shutdown der US-Regierung, falls im Kongress keine Einigung über den Haushalt erzielt wird. Zwar belastete diese Unsicherheit die Märkte, die tatsächlichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Ölmarkt dürften jedoch begrenzt bleiben.
Im Fokus stehen heute zudem die US-Inflationsdaten. Anhaltend hohe Teuerungsraten könnten die Federal Reserve System dazu veranlassen, Zinssenkungen weiter hinauszuschieben. Unterstützt wird diese Einschätzung durch den zuletzt robusten Arbeitsmarktbericht.
Daneben beobachten die Marktteilnehmer weiterhin die Lage in Venezuela sowie den Ukraine-Krieg, nachdem Drohnenangriffe erneut russische Raffinerien beeinträchtigt haben. Die Ölpreise notieren heute Morgen nahe den Vortagestiefs, wodurch sich für die Inlandspreise weiterhin Abschlagspotenzial ergibt.
Die Kombination aus tieferen Börsenpreisen, aktuell günstigen Frachtraten und einem schwächeren US-Dollar schafft derzeit ideale Voraussetzungen für einen preislich attraktiven Kauf.
Börsendaten 13.02.2026 um 08:44
ICE-Gasoil MAR: 673.00$
ICE-Brent APR: 67.47$
NY-Rohöl WTI MÄR: 62.77$
US-Dollar/CHF: 0. 7715
Rheinfracht nach Basel: 23.00