Preise weiter unter Druck

Die Ölpreise standen am Dienstag erneut unter Druck und gaben deutlich nach. Auslöser waren vor allem anhaltende Unsicherheiten rund um das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran sowie neue Sorgen über die globale Ölnachfrage. Gleichzeitig belasteten gesenkte Preisprognosen grosser Banken und ein etwas stärkerer US-Dollar die Märkte zusätzlich.

Brent-Rohöl fiel erstmals seit Anfang März wieder unter die Marke von 80 US-Dollar je Barrel. Auch Gasoil verzeichnete deutliche Verluste. Für den Heizölmarkt ergeben sich dadurch weiterhin rechnerische Spielräume für Preisnachlässe.

Unterstützend wirkten dagegen Meldungen über sinkende US-Rohölbestände. Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) gingen die amerikanischen Rohölvorräte bereits die achte Woche in Folge zurück. Mit einem Rückgang von rund 8,3 Millionen Barrel fiel der Abbau sogar deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Besonders aufmerksam verfolgen Marktteilnehmer dabei die Lagerbestände im wichtigen Öllager Cushing (Oklahoma), die sich weiter einem kritischen Niveau nähern.

Heute richten sich die Blicke der Märkte auf zwei wichtige Termine, den Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Beide Veröffentlichungen könnten neue Impulse für die weitere Preisentwicklung an den Energiemärkten liefern.

Die Rheinpegel bewegen sich aktuell in einem unkritischen Bereich, die Frachtsätze zeigen sich mit einer leichten Tendenz nach oben, die Versorgungslage bleibt aber gut. 

Trotz sinkender US-Ölbestände überwiegen derzeit die nachfrageseitigen Belastungsfaktoren. Für Verbraucher bleibt das Preisumfeld im Heizölmarkt vorerst günstig, während die weitere Entwicklung massgeblich von den Entscheidungen der Fed und den Einschätzungen der IEA abhängen dürfte.

 

Börsendaten 17.06.2026 um 08:53
ICE-Gasoil JUL: 884.75$
ICE-Brent AUG: 78.28$
NY-Rohöl WTI JUL: 75.24$
US-Dollar/CHF: 0.7918
Rheinfracht nach Basel: 46.00$