Politik beeinflusst den Markt stark
Die Rohölpreise sind zu Wochenbeginn deutlich gestiegen. Hauptgründe sind die politischen Spannungen rund um den Iran, Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik sowie neue Prognosen höherer Ölpreise. Auch ein Schneesturm in den USA sorgte für zusätzliche Marktbewegung. Obwohl es zunächst eher Anzeichen für fallende Preise gab, setzte sich im Tagesverlauf ein deutlicher Aufwärtstrend durch. Auslöser waren vor allem steigende geopolitische Risiken (Iran-Konflikt), höhere Preisprognosen von Banken, sowie Probleme durch Winterwetter in den USA.
Die Ölpreise gaben am Abend zwar einen Teil der Gewinne wieder ab, blieben insgesamt aber klar im Plus.
Mehrere politische Entwicklungen sorgen aktuell für Nervosität:
- Die EU konnte sich nicht auf neue Russland-Sanktionen einigen, weil einzelne Länder weiterhin russisches Öl benötigen.
- Gleichzeitig bleiben die Spannungen zwischen den USA und Iran hoch. Die Möglichkeit eines militärischen Konflikts sorgt für eine zusätzliche Risikoprämie im Ölpreis.
- Unsicherheiten rund um neue US-Strafzölle belasten zudem die Finanzmärkte und führen zeitweise zu Preisrückgängen.
Für Heizölkunden bedeutet die Lage:
- Der generelle Trend zeigt eher nach oben, da geopolitische Risiken die Preise stützen.
- Kurzfristige Rückgänge sind aber jederzeit möglich, wenn politische Nachrichten oder Börsenentwicklungen für Gewinnmitnahmen sorgen.
- Insgesamt bleibt der Markt schwankungsanfällig und stark von politischen Entscheidungen abhängig.
Die Heizölpreise stehen aktuell unter Aufwärtsdruck, getrieben von politischen Spannungen und höheren Ölpreisprognosen. Gleichzeitig sorgen wirtschaftliche Unsicherheiten immer wieder für kurze Preisrückgänge. Kunden sollten daher weiterhin mit schwankenden, insgesamt aber eher festeren Preisen rechnen. Weichere Abrechnungspreise und schwächere US-Benzinnotierungen (u. a. an NYMEX und ICE) sorgen für Entlastung. Gleichzeitig halten geopolitische Risiken und mögliche Angebotsveränderungen (z. B. durch Projekte internationaler Ölkonzerne wie Chevron) die Märkte aufmerksam. Die Frachtraten auf dem Rhein sind zum Wochenstart unverändert. Damit ergeben sich von der Logistikseite derzeit keine preissteigernden Effekte für Heizöltransporte in die Schweiz.
Börsendaten 24.02.2026 um 08:59
ICE-Gasoil MAR: 738.50$
ICE-Brent APR: 71.97$
NY-Rohöl WTI APR: 66.77$
US-Dollar/CHF: 0.7763
Rheinfracht nach Basel: 22.00