Ölpreise vorübergehend etwas tiefer – Rheinfrachten dürften jedoch weiter steigen

Die internationalen Ölpreise sind zu Beginn der Woche leicht gesunken. Grund dafür ist die vorübergehende Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Gleichzeitig sorgen diplomatische Signale für etwas Hoffnung an den Märkten. Dennoch bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt: Die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus ist weiterhin stark eingeschränkt und Angriffe auf die saudische Ölinfrastruktur sowie die anhaltende Unsicherheit im Roten Meer bergen weiterhin ein erhebliches Risiko für erneute Preisanstiege.

 

Trotz der aktuell etwas tieferen Börsenpreise bleibt die Versorgungslage fragil. Bereits kleinere Zwischenfälle könnten die Ölpreise kurzfristig wieder deutlich nach oben treiben.

Auch in Europa bleibt die Logistik ein wichtiger Preistreiber. Die Wasserstände auf dem Rhein sind weiterhin sehr niedrig, wodurch Transportschiffe nur mit reduzierter Ladung verkehren können. Zusätzlich verschärft die bevorstehende Hitzeperiode die Situation: Die Wetterprognosen erwarten kaum nennenswerte Niederschläge im Einzugsgebiet des Rheins. Dadurch ist kurzfristig keine Entspannung bei den Pegelständen in Sicht.

 

Für den Transport von Mineralölprodukten bedeutet dies, dass die Rheinfrachten in den kommenden Tagen voraussichtlich nochmals ansteigen werden. Mit einer womöglich Schliessung des Rheins voraussichtlich Ende Woche wär der Supergau perfekt.

Trotz der derzeit leicht nachgebenden Rohölnotierungen bleibt das Marktumfeld sehr volatil. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und den anhaltend tiefen Rheinwasserständen dürfte die Preise in den kommenden Tagen weiter stützen. Wer eine Bestellung plant, sollte die Entwicklung aufmerksam verfolgen und nicht zu lange zu warten.