Ölpreise steigen weiter – Unsicherheit im Nahen Osten treibt den Markt

Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und sorgt für spürbar steigende Preise. Zwar haben die USA die Waffenruhe mit dem Iran verlängert, doch eine echte Entspannung ist nicht in Sicht. Die wichtige Strasse von Hormus bleibt durch militärische Aktivitäten und Blockaden weiterhin stark eingeschränkt, ein zentraler Faktor für die weltweite Ölversorgung.

Zusätzlich verschärfen neue Zwischenfälle die Situation. Sowohl Angriffe auf Handelsschiffe als auch das Abfangen iranischer Tanker durch die US-Marine zeigen, dass der Konflikt keineswegs entschärft ist. Gleichzeitig versucht die US-Seeblockade, iranische Ölexporte zu unterbinden, während der Iran den Schiffsverkehr behindert. Die Folge, weniger Öl gelangt auf den Weltmarkt

Auch fundamentale Daten stützen den Preisanstieg. In den USA sind die Öl- und Kraftstoffbestände erneut gesunken, während wichtige Lieferwege – etwa durch unterbrochene Exporte aus Kasachstan zusätzlich belastet werden. Diese Kombination aus geopolitischen Risiken und knapperem Angebot treibt die Notierungen weiter nach oben.

Der Markt reagiert derzeit sehr sensibel auf Nachrichten, doch zunehmend setzen sich die realen Versorgungsengpässe durch. Experten gehen davon aus, dass die Preise weiter steigen könnten, solange keine klare Lösung im Konflikt absehbar ist. Je länger wichtige Transportwege blockiert bleiben, desto grösser wird der Druck auf die Preise. Währenddessen gewinnen die USA als Lieferant weiter an Bedeutung und könnten einen Teil der Ausfälle kompensieren. Dennoch bleibt die Gesamtsituation angespannt.

Börsendaten 23.04.2026 um 09:04
ICE-Gasoil MAI: 1209.00$
ICE-Brent JUN: 103.32$
NY-Rohöl WTI JUN: 94.41$
US-Dollar/CHF: 0.7846
Rheinfracht nach Basel: 33.00