Ölpreise geben nach – Hoffnung auf Diplomatie wächst

Mit zunehmenden diplomatischen Bemühungen im Iran-Konflikt haben die Ölpreise leicht nachgegeben. Ein von Washington initiierter 15-Punkte-Plan, der Teheran übermittelt wurde, sorgt für vorsichtigen Optimismus: Brent fiel wieder unter 100 USD, WTI notiert weiterhin unter 90 USD.

Marktteilnehmer sehen eine Verschiebung von einer möglichen militärischen Eskalation hin zu einer Verhandlungslösung – auch wenn diese aufgrund des gegenseitigen Misstrauens schwierig bleiben dürfte. Entsprechend sind die Erwartungen an einen Waffenstillstand leicht gestiegen, während Gewinnmitnahmen die Preise zusätzlich belasten. Gleichzeitig begrenzt die Unsicherheit über den Erfolg der Gespräche den Verkaufsdruck.

Trotz der jüngsten Rückgänge steuern die Ölpreise auf ein deutliches Monatsplus zu. Im Fokus bleibt die Strasse von Hormus, deren Exporte seit Wochen nahezu stillstehen. Hoffnung bringt die Aussage Irans, „nicht-feindliche“ Schiffe könnten die Passage unter Abstimmung wieder nutzen. Parallel dauern die militärischen Spannungen an, und die USA verstärken ihre Präsenz in der Region.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt. Selbst bei einer kurzfristigen Entspannung ist unklar, wie schnell die Produktion und Lieferketten vollständig wieder anlaufen. Der Iran-Konflikt dominiert weiterhin den Markt, während andere Faktoren – wie die heutigen DOE-Bestandsdaten – in den Hintergrund treten. Fundamental bleibt die Einschätzung leicht bullish, auch wenn kurzfristig tiefere Inlandspreise zu erwarten sind.

Börsendaten 25.03.2026 um 09:44
ICE-Gasoil APRIL: 1183.50$
ICE-Brent MAI: 98.19$
NY-Rohöl WTI MAI: 87.09$
US-Dollar/CHF: 0.7888
Rheinfracht nach Basel: 31.00