Ölpreis vor US/Iran-Gesprächen auf Richtungssuche
Die Ölpreise standen gestern unter Druck. Hauptgrund waren überraschend stark gestiegene Rohölvorräte in den USA – der grösste Lageraufbau seit 2023. Das spricht kurzfristig für ausreichend Angebot und wirkt preisdrückend.
Gleichzeitig bleibt die politische Lage angespannt, vor allem wegen der Spannungen zwischen den USA und Iran. Zudem erhöhen einige Länder im Nahen Osten vorsorglich ihre Ölexporte. Diese Unsicherheiten stützen die Preise und verhindern derzeit deutlichere Rückgänge. Insgesamt schwankt der Markt daher zwischen belastenden Lagerdaten und geopolitischen Risiken.
Im Tagesverlauf zeigten die Ölpreise keine klare Richtung: Nach einer kurzen Erholung gaben sie erneut nach, konnten sich am Abend jedoch teilweise stabilisieren. Dadurch wurde ein möglicher Rückgang der Heizölpreise im Inland wieder grösstenteils ausgeglichen.
Die Rheinfrachten bleiben unverändert, sodass von der Transportseite aktuell kein zusätzlicher Preisdruck entsteht.
Für Schweizer Kunden ist vor allem der Dollar im Vergleich zum Schweizer Franken wichtig: Ein fester Dollar verteuert tendenziell den Einkauf von Ölprodukten und wirkt damit preisstützend.
Die Heizölpreise bewegen sich derzeit leicht schwächer, bleiben aber wegen politischer Risiken und Wechselkurseinflüssen relativ stabil. Kurzfristig ist weiterhin mit Schwankungen zu rechnen, besonders abhängig von den Entwicklungen im Verhältnis USA–Iran.
Börsendaten 26.02.2026 um 08:58
ICE-Gasoil MAR: 732.75$
ICE-Brent APR: 70.87$
NY-Rohöl WTI APR: 65.43$
US-Dollar/CHF: 0.7718
Rheinfracht nach Basel: 22.00