Ölmarkt unter Druck: Mehr Angebot aus Irak, aber Risiken bleiben hoch

Die Ölpreise geben am Mittwoch leicht nach. Auslöser ist eine mögliche Einigung zwischen dem Irak und der Region Kurdistan, die den Export über die wichtige Pipeline zum Hafen Ceyhan sichern soll. Damit entspannt sich die Versorgungslage etwas. Gleichzeitig bleibt die Situation angespannt, da im Konflikt mit dem Iran weiterhin keine Entspannung erkennbar ist. Der Preis für Brent hält sich deshalb über 100 US-Dollar pro Barrel.

Laut dem irakischen Ölminister sollen die Lieferungen über Ceyhan rasch wieder aufgenommen werden. Zusätzliche Mengen am Markt sorgen kurzfristig für Entlastung, ändern aber nichts an den grundsätzlichen Risiken rund um die wichtige Schifffahrtsroute durch die Strasse von Hormus.

Auch politisch bleibt die Lage angespannt. Militärische Aktionen der USA sowie neue Entwicklungen in der iranischen Führung könnten den Konflikt weiter verschärfen und die Ölversorgung zusätzlich beeinträchtigen.

Experten erwarten deshalb weiterhin ein hohes Preisniveau. Brent dürfte sich vorerst in einer Bandbreite zwischen 95 und 110 US-Dollar bewegen, mit Potenzial nach oben bei weiterer Eskalation.

Für die Schweiz zeigt sich aktuell eine leichte Entspannung bei den Inlandspreisen. Erste Hinweise deuten auf mögliche Preisrückgänge hin.

Börsendaten 18.03.2026 um 08:59
ICE-Gasoil APR: 1173.00$
ICE-Brent MAI: 102.04$
NY-Rohöl WTI APR: 93.63$
US-Dollar/CHF: 0.7865
Rheinfracht nach Basel: 27.00