Ölmarkt im Spannungsfeld: Lagerflut in den USA trifft auf explosive Geopolitik rund um die Strasse von Hormus

Die internationalen Ölmärkte zeigen sich zur Wochenmitte uneinheitlich und nervös. Während geopolitische Risiken weiterhin für Unterstützung sorgen, drücken überraschend hohe Lagerbestände aus den USA auf die Preise.

Das American Petroleum Institute meldete einen massiven Anstieg der US-Rohölvorräte um über 10 Mio. Barrel, ein Vielfaches der Erwartungen. Dies gilt klar als bearishes Signal, auch wenn gleichzeitig die Bestände an Benzin und Destillaten deutlich zurückgingen. Die Diskrepanz deutet auf mögliche Verschiebungen bei Importen oder eine schwächere Raffinerienachfrage hin.

Auf der geopolitischen Seite bleibt die Lage angespannt. Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt sowie die weiterhin fragile Situation in der Strasse von Hormus halten die Risikoprämie im Markt aufrecht. Aussagen von Donald Trump über einen möglichen baldigen Rückzug der USA aus der Region sorgten zwar kurzfristig für Entspannung, konnten dem übergeordneten Aufwärtsdruck jedoch nicht nachhaltig bremsen.