Ölmarkt: Anhaltende Spannungen treiben die Preise nach oben

Die Hoffnung auf eine rasche Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist zuletzt gesunken. Entsprechend ist der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent heute Morgen wieder über die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel gestiegen.

Die angespannte Lage im Nahen Osten sorgt weiterhin für Unsicherheit. Neben möglichen Störungen der Öllieferungen durch die Strasse von Hormus rücken auch Risiken für die Schifffahrt im Roten Meer in den Fokus. Gleichzeitig könnten neue US-Sanktionen gegen Russland sowie Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur das weltweite Angebot zusätzlich belasten.

Für den Schweizer Markt sind auch die Entwicklungen auf dem Rhein wichtig. Dank der jüngsten Niederschläge haben sich die Pegelstände stabilisiert, wodurch sich auch die Rheinfrachten vorerst beruhigen. Mit Ausnahme von Basel bleiben die Frachtraten heute unverändert. Für Transporte in die Schweiz wurden die Kosten jedoch nochmals leicht auf 155 CHF angehoben. Der Pegelstand bei Kaub liegt aktuell bei 81 cm.

Zum Wochenstart überwiegen an den Ölbörsen die preistreibenden Faktoren. Die Öl-Futures notieren klar über den Schlusskursen vom Freitag. Auch für die Inlandspreise in der Schweiz ergibt sich gegenüber Ende letzter Woche rechnerisch weiteres Aufwärtspotenzial.

Börsendaten 20.07.2026 um 08:42
ICE-Gasoil Aug: 1205.75$
ICE-Brent Sep: 90.94$
NY-Rohöl WTI Aug: 84.85$
US-Dollar/CHF: 0.8071
Rheinfracht nach Basel: 155.00