Neue Spannungen im Nahen Osten könnte die Preise wieder antreiben
Die Ruhe an den Ölmärkten ist trügerisch. Zwar konnten technische Widerstände den jüngsten Preisanstieg vorerst bremsen, doch die eigentlichen Preistreiber sind unverändert präsent – und sie haben das Potenzial, die Notierungen jederzeit wieder deutlich nach oben zu treiben.
Im Fokus stehen weiterhin die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen den USA und Iran spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig droht die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz mit Angriffen auf saudische Ölanlagen und wichtige Exportwege. Sollten diese Drohungen Realität werden, könnte das weltweite Ölangebot erneut erheblich unter Druck geraten, mit direkten Auswirkungen auf die Preise.
Auch aus Osteuropa kommen keine Entspannungssignale. Die Angriffe auf russische Raffinerien belasten die Versorgung mit Diesel und Heizölprodukten und sorgen dafür, dass insbesondere die Produktpreise auf einem hohen Niveau bleiben.
Auch die Transportkosten entwickeln sich weiter nach oben. Die Rheinfrachten sind nochmals um 8 CHF pro Tonne gestiegen und liegen aktuell bei rund 155 CHF pro Tonne. Damit bleibt die Logistik ein zusätzlicher Faktor, der die Inlandspreise weiterhin stützen kann.
Börsendaten 17.07.2026 um 09:10
ICE-Gasoil AUG: 1178.25$
ICE-Brent SEP: 84.55$
NY-Rohöl WTI AUG: 79.52$
US-Dollar/CHF: 0.8078
Rheinfracht nach Basel: 155.00