Hohe Unsicherheit nach Iran-Gesprächen

Hohe Unsicherheit nach Iran-Gesprächen

Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Genf haben keinen Durchbruch gebracht, sollen aber kommende Woche auf technischer Ebene in Wien fortgesetzt werden. Trotz leicht positiver Signale bleibt die Unsicherheit hoch, da die USA einen Militärschlag weiterhin nicht ausschliessen. Entsprechend bleibt das Risiko für Angebotsstörungen – insbesondere im Falle einer Eskalation in der Strasse von Hormus – bestehen.

Der Ölmarkt zeigte sich am Donnerstag extrem volatil. Zunächst belasteten US-Lagerdaten und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung die Preise. Im Tagesverlauf drehten die Märkte jedoch deutlich nach oben, da wachsende Kriegssorgen und die militärische Aufrüstung im Nahen Osten die Risikoprämie erhöhten. Brent und Gasoil erreichten zeitweise neue Hochs, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Schlussendlich beendeten die Preise den Tag zwar im Plus, aber klar unter den Höchstständen. ICE Gasoil März schloss bei USD 752 (+22.75 USD).

Heute Morgen stabilisieren sich die Notierungen zunächst, nachdem eine unmittelbare Eskalation ausgeblieben ist. Dennoch bleibt die Marktlage angespannt: Händler warten einerseits auf Fortschritte in den Iran-Verhandlungen, andererseits auf das OPEC+-Treffen am Sonntag, bei dem ab April eine moderate Förderausweitung erwartet wird.

Fundamental spricht die aktuelle Versorgungslage eher für leicht nachgebende Preise. Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten verhindern jedoch deutliche Abschläge und sorgen weiterhin für starke Schwankungen. Insgesamt bleibt der Ölmarkt kurzfristig volatil, mit einer erhöhten Risikoprämie solange keine klare Deeskalation erkennbar ist.

Für den Binnenmarkt zeichnen sich nach den starken Ausschlägen gestern zum Wochenschluss zunächst leichte Preisaufschläge ab.

Börsendaten 27.02.2026 um 08:52
ICE-Gasoil Mar: 744.25$
ICE-Brent Apr: 71.11$
NY-Rohöl WTI Apr: 65.71$
US-Dollar/CHF: 0.7729
Rheinfracht nach Basel: 22.00