Die Ölpreise haben nach gezielten Angriffen auf zentrale Energieanlagen im Nahen Osten deutlich angezogen. Die Eskalation des seit rund drei Wochen andauernden Konflikts sorgt zunehmend für Unsicherheit an den globalen Energiemärkten. Insbesondere Angriffe auf bedeutende Gas- und LNG-Infrastruktur in der Region verstärken die Sorge vor weiteren Versorgungsstörungen.
Seit Beginn der Auseinandersetzungen sind sowohl Öl- als auch Gaspreise stark gestiegen – Öl verzeichnet ein Plus von rund 50 %. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt: Wichtige Förder- und Exportstrukturen sind beeinträchtigt, und die strategisch zentrale Route durch die Strasse von Hormus steht weiterhin unter Druck.
Mit den jüngsten Angriffen rückt nun auch bislang weitgehend verschonte Energieinfrastruktur stärker in den Fokus. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation und damit verbundener Angebotsrisiken. Am Markt wächst die Erwartung, dass die Preise bei einer Verschärfung der Lage nochmals deutlich anziehen könnten.
Zusätzliche Unsicherheit kommt von geopolitischen Entwicklungen rund um mögliche militärische Schritte der USA sowie deren Einfluss auf die Stabilität der Region. Gleichzeitig wird vor längerfristigen Unterbrechungen der globalen Lieferketten gewarnt.
Die Frachtraten bleiben in der zweiten Wochenhälfte stabil. Die Nachfrage zeigt sich weiterhin verhalten, und auch die perspektivisch sinkenden Wasserpegel haben bislang keinen Einfluss auf die Preisentwicklung
Auch die Geldpolitik bleibt ein Faktor: Zwar wurden die Zinsen zuletzt unverändert belassen, jedoch deuten restriktive Ausblicke auf steigende Inflation und wirtschaftliche Risiken infolge des Konflikts hin. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt aktuell jedoch klar auf der geopolitischen Lage.
Entspannung bei den Inlandspreisen. Erste Hinweise deuten auf mögliche Preisrückgänge hin.
Börsendaten 19.03.2026 um 09:30
ICE-Gasoil APR: 1365.25$
ICE-Brent MAI: 114.36$
NY-Rohöl WTI APR: 97.23$
US-Dollar/CHF: 0.7937
Rheinfracht nach Basel: 26.50