Die Risiken nehmen nicht ab – Abwarten kann zur teuren Wette werden

Die Ölpreise starten fester in die neue Woche. Im Mittelpunkt bleibt die angespannte Lage im Nahen Osten. Eine schnelle Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus ist weiterhin nicht absehbar. Solange die Lieferströme nicht vollständig gesichert sind, bleibt das Risiko weiterer Preisaufschläge bestehen.

Auch das von uns bereits mehrfach thematisierte Rheinproblem bleibt bestehen. Die niedrigen Wasserstände sorgen weiterhin für Unsicherheit bei der Versorgung. Können Tankschiffe nur reduziert beladen werden, steigen Transportaufwand und Kosten – gleichzeitig werden die verfügbaren Kapazitäten knapper.

Für eine nachhaltige Entspannung braucht es ergiebige und länger anhaltende Niederschläge in den relevanten Einzugsgebieten. Einzelne Regentage dürften kaum ausreichen. Bleibt die Wetterlage trocken, kann uns die Situation noch über Wochen beschäftigen.

 

Jetzt kommt das wirtschaftliche 1x1 ins Spiel

Treffen eingeschränkte Transportkapazitäten auf eine zunehmende Heizölnachfrage, bestimmen Angebot und Nachfrage die Richtung. Und genau hier steigt das Risiko für Käufer: höhere Preise, längere Lieferfristen und im ungünstigsten Fall zusätzliche Kosten für Expresslieferungen.

 

Unsere Empfehlung: Wer Heizöl benötigt und Platz im Tank hat, sollte die Bestellung frühzeitig einplanen. Auf den letzten möglichen Preisabschlag zu warten, könnte sich angesichts der aktuellen Risiken als teure Wette erweisen.

 

Börsendaten 10.08.2026 um 08:48
ICE-Gasoil AUG: 1200.75$
ICE-Brent OKT: 83.40$
NY-Rohöl WTI SEP: 77.89$
US-Dollar/CHF: 0.8085
Rheinfracht nach Basel: 240.00